Auffinden

Auffinden

Auswerten

Auswerten

Aufbereiten und Aufbewahren

Aufbereiten

 

Mehr

Mehr

Hilfe

CLARIN hilft

Mehr erfahren

Verwertungsrechte

Neben dem Schutz der geistigen und persönlichen Beziehungen des Urhebers zum Werk (Urheberpersönlichkeitsrechte, §§ 12-14 UrhG) gibt es im Urheberrecht drei Arten von Nutzungsrechten (§ 15 UrhG), die für den Bereich der Sprachwissenschaften besonders relevant sind:

  • Das Vervielfältigungsrecht

= das Recht, Vervielfältigungsstücke herzustellen, gleichviel ob vorübergehend oder dauerhaft, in welchem Verfahren und in welcher Zahl, § 16 UrhG

  • Das Verbreitungsrecht

= das Recht, das Original oder Vervielfältigungsstücke des Werkes der Öffentlichkeit anzubieten oder in den Verkehr zu bringen, § 17 UrhG

  • Das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung, § 19a UrhG

= das Recht, das Werk der Öffentlichkeit durch elektronische Mittel jederzeit und überall zugänglich zu machen(insbesondere im Internet)

Derzeit noch nicht bekannte – und aus diesem Grund im Gesetz nicht genannte – Nutzungsrechte stehen grundsätzlich auch dem Urheber zu; die gesetzliche Aufzählung ist nicht abschließend.

Es handelt sich bei den Verwertungsrechten um ausschließliche Rechte – das bedeutet: Wer die geschützten Werke nutzen möchte, bedarf der Zustimmung des Rechtsinhabers, es sei denn, die beabsichtigte Nutzung fällt unter eine Schranke des Urheberrechts (wodurch es zu Begrenzungen des ausschließlichen Nutzungsrechts des Urhebers zugunsten einzelner Nutzer kommen kann).

Diese Verwertungsrechte sind – anders als die Urheberpersönlichkeitsrechte – von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Erst sie ermöglichen die materielle Verwertung des Werks: Sie können durch (einfache, alleinige oder ausschließliche) kostenpflichtige Lizenzen oder Wahrnehmungsverträge an andere Personen bzw. Verwertungsgesellschaften übertragen werden. Die Verwertungsrechte des Urhebers erlöschen – wie alle anderen Rechte – 70 Jahre nach Tod des Urhebers, § 70 UrhG.

 

Zurück zum Legal Helpdesk